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Äschenfischen im Kanton Bern: Neue Vorschriften ab 2026

von Adriano


⁠Das Fischereiinspektorat des Kantons Bern hat per 1. Januar 2026 erhebliche Verschärfungen und Reglementsanpassungen speziell für die Äschenfischerei (sowie für angrenzende Bestimmungen) erlassen.
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Gesetzlicher Vergleich: Äschenfischerei Kanton Bern (2025 vs. 2026)

⁠Gesetzesänderungen im Vergleich

Regelung 2025

Neue Regelung 2026

Tageskontingent

Max. 2 Äschen pro Tag

Max. 1 Äsche pro Tag

Jahreskontingent

Max. 20 Äschen pro Saison / Jahr

Max. 5 Äschen pro Saison / Jahr

Statistikpflicht

Eintragung von Datum und Grösse in cm nach der Entnahme.

Pflicht zur Erfassung von Start- und Endzeit des Äschenfischens in der Fangstatistik. Ebenso Datum und grösse der Äsche.

Angel Methoden

Im ganzen Kanton Bern keine Einschränkungen bezüglich Methode.
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⁠- Tiroler Hölzl
⁠- Zapfen mit Made
⁠- Fliegenfischen
⁠- Trockenfliege
⁠- Nymphe
⁠- etc. usw.
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⁠Max. 2 Anbissstellen bzw. 2 Nymphen/Haken!

Einige Strecken neu “Only Fly” also nur mit der Fliegenrute gestattet.
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⁠Neue Schongebiete in gewissen Gewässern und/oder Abschnitten definiert!
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⁠Max. 1 Anbissstelle bzw. 1 Nymphe/Haken.

Start/Ende der Saison

1.September bis ⁠31.Dezember

01.Oktober bis 31.Dezember

Patent / Bewilligung

Im Tages-, Monats- und/oder Jahrespatent enthalten.

Neu nur mit Zusatzpatent bzw. Sonderbewilligung gestattet. Das Zusatzpatent kann nur von Anglern mit einem gültigen Berner Jahrespatent erworben werden!
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⁠Kein Tages, Wochen und/oder Monatspatent auf Äsche erhältlich (Ausländischer- bzw. Ausserkantonaler Äschen-Turismus damit nahezu eliminiert bzw. stark eingeschränkt)

Mindestmasse

Generell gilt ein Mindestmass von 36cm.
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⁠Dies kann je nach Abschnitt und Region abweichen!
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⁠z.B. Aare Interlaken mit einem Mindestmass von 40cm.

 

 

 

  1. Massive Reduktion der Entnahme: Mit der Formel „1 pro Tag, max. 5 pro Saison“ setzt der Kanton Bern ein klares Zeichen zum Schutz der unter Hitzewellen, Angler- und Gänsesäger bzw. Kormorandruck leidenden Äschenbestände.
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  2. Kontrolle des Befischungsdrucks: Die Pflicht, neu auch die genaue Start- und Endzeit in der Kantonalen Fischerei App einzutragen, dient der Behörde dazu, den effektiven Befischungsaufwand (Catch Per Unit Effort) an den verbleibenden Äschenstrecken (wie der Aare zwischen Thun und Bern) präzise zu überwachen.
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  3. Erweiterte Schutzzonen: Einige Streckenabschnitte wurden neu als Schongebiet oder “Only Fly” Strecken definiert.
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Über die Europäische Aesche

Die Europäische Äsche (Thymallus thymallus) ist einer der elegantesten und charakteristischsten Süsswasserfische Europas. Als Mitglied der Familie der Lachsartigen (Salmoniden) ist sie besonders für ihre imposante Erscheinung und ihre hohen Ansprüche an die Gewässerqualität bekannt.


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Merkmale und Erscheinungsbild

  • Die „Fahne“: Das auffälligste Merkmal der Äsche ist ihre riesige, segelartige Rückenflosse, die besonders bei den Männchen (Milchnern) extrem ausgeprägt ist. Sie ist oft bunt gepunktet (violett, rot, grün schimmernd).
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  • Schuppenkleid & Mund: Die Schuppen sind relativ gross und geordnet. Das Maul ist klein, unterständig und weist eine charakteristische, birnenförmige Pupille auf.
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  • Geruch: Frisch gefangene Äschen riechen subtil nach Thymian, was sich auch im wissenschaftlichen Lateinischen Gattungsnamen “Thymallus Thymallus” widerspiegelt.
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Lebensraum und Ökologie

  • Die Äschenregion: Der Fisch ist Namensgeber für eine spezifische Flussregion (sauerstoffreich, schnell fliessend, kiesiger Grund), die direkt unterhalb der Forellenregion liegt.
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  • Nahrung: Äschen ernähren sich hauptsächlich von Insektenlarven (Köcherfliegen, Eintagsfliegen), Anfluginsekten an der Wasseroberfläche sowie kleinen Krebstieren.
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Gefährdung und Schutzstatus

Die Äsche gilt in vielen europäischen Ländern – darunter die Schweiz, Deutschland und Österreich – als stark gefährdet. Die Hauptgründe für den Rückgang sind:

  1. Klimawandel & Wassertemperaturen: Äschen reagieren extrem empfindlich auf Wassertemperaturen über 18–20 °C. Hitzesommer führen regelmässig zu Überlastungen der Bestände.
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  2. Habitatsverlust: Flussverbauungen, Wasserkraftnutzung (Schwall/Sunk) und die Kolmation (Verstopfung) des Kiesbetts behindern die Fortpflanzung.
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  3. Fressfeinde: Insbesondere der Gänsesäger sowie der Kormoran üben in den Wintermonaten auf ungeschützten Flussabschnitten enormen Druck auf die Bestände aus. Dazu kommt der Mensch als Angler sowie weitere Fressfeinde wie Hecht & Wels.
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Wichtigste Merkmale der Äschenfahne:

  • Grösse und Form: Die Rückenflosse ist besonders bei den Männchen extrem hoch und nach hinten verlängert.
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  • Farben: Sie ist grau bis schillernd bunt gefärbt (besonders zur Laichzeit im Frühling) und weist oft Reihen von purpurnen oder rötlichen Flecken auf.
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  • Funktion: Sie dient der Stabilisierung in der Strömung sowie dem Imponierverhalten während der Partnerwahl.
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Steckbrief des Fisches:

  • Grösse: Meist 30 bis 45 cm (selten bis zu 60 cm).
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  • Lebensraum: Kühle, klare, rasch fliessende und sauerstoffreiche Flüsse sowie Bäche mit kiesigem Untergrund (die sogenannte Äschenregion).
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  • Nahrung: Insektenlarven, Kleinkrebse (Bachflohkrebse bzw. Gammarus) und von der Oberfläche anfliegende Insekten (weshalb die Aesche ein klassischer, sehr beliebter Zielfisch für Fliegenfischer ist).
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  • Gefährdung: In vielen Regionen (auch in der Schweiz und Mitteleuropa) gilt die Äsche als gefährdet oder stark rückläufig wegen Gewässerverbauungen, Erwärmung und Fressfeinden wie dem Kormoran. Sie stand mehrfach als Fisch des Jahres im Fokus des Naturschutzes (z. B. 2007 und 2016 in der Schweiz).
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Angeln auf die Europäische Aesche im Kanton Bern (2024)
⁠Autor & Quelle: Adriano Tomasi / FishFizzle auf YouTube
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