Das Waller Holz und wie es effizient eingesetzt wird

Von Tinu

“Ich und mein Holz”

Das Klopfen auf Wels ist meine favorisierte Art, um effizient auf Wels zu angeln. Ein uralter grosser Wels mit dem Holz zu überlisten in dem man mit verschiedenen tönen spielt und auf dem Echolot sieht wie er kommt und wieder geht, die Nervosität, die steigt, ob der harte Einschlag kommt oder nicht. Dann “BOOM” , wenn dann der brachiale Einschlag mit der verhältnismässig feinen Vertikal Rute kommt...... Ein Drill auf Biegen und Brechen beginnt. Adrenalin, das durch den Körper strömt, bis die Arme weich werden. Bei jedem Trip am Wasser wieder aufs neue Herausfinden auf was reagieren sie heute und auf was nicht. Das bedeutet für mich Leidenschaftliches Angeln.

Das richtige Holz

Klopfhölzer gibt es von zig Hersteller mit div. Griffformen und Köpfen, ob rund, oval, klein oder gross. Die richtige Form kann entscheidend sein. Bei mir hat sich über die Jahre eine kleine Sammlung an Hölzer aufgebaut. Wichtig ist aber das du in der Regel ein kleinerer Kopf und einen Grösseren Kopf hast, damit du auch unterschiedliche töne klopfen kannst. Die kleineren Köpfe erzeugen höhere und knalligere Töne und die grösseren Köpfe erzeugen dumpfere töne und so kann man mit unterschiedlichen Arten von Hölzern Spielen.

Tinus Sammlung von verschiedenen Wallerhölzern mit runden und ovalen Köpfen, aufgereiht auf dem Boot.png

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So leicht wie möglich, so schwer wie nötig

Angelrute, Rolle und Schnur sollte so gewählt werden das man bei kleineren Fischen dennoch Spass hat, aber auch wen ein 2 Meter Gigant einsteigt, noch Reserven beim Drill hat.

Tinu kniet am Bootsrand und drillt einen Wels, während sich die Vollcarbon-Wallerrute extrem nach unten ins Wasser biegt.png

Ruten angle ich Voll Carbon in einer Länge von 170cm bis 200 cm und ein Wurfgewicht von 80 bis 300g max. Da ich direkt neben dem Boot vertikal angeln will. Hier kommt es unter anderem auch drauf an, ob man im Freiwasser angelt oder im Fluss in der Nähe von Hindernissen und Grossfische die man fernhalten, muss davor.

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Rolle ist Geschmacksache ob Stationär Multirolle oder Baitcaster. Ich bevorzuge aktuell Baitcaster Rollen da sie mir das schnellere Runterlassen und Kurbeln ermöglichen um genau beim Fisch zu sein mit dem Köder. Auch hier ist es Wichtig eine Rolle zu nutzen mit genügend Bremskraft. Empfehlenswert ist 8 bis 9 kg oder mehr.

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Schnur angle ich eine 8 fach Geflochtene mit einer hohen Abriebsfestigkeit. Schnurstärke beträgt um die 0.35 bis 0.40 und eine Tragkraft von 25 bis 30 Kg je nach Hersteller. Auch hier möchte ich nicht zu dicke Schnüre da sie mehr Geräusche und widerstand im Wasser erzeugt.

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Fluss, See Taktik

Taktik am See, hier gilt es die Fische in den verschiedenen Wassertiefen zu finden. Am besten achtest du darauf, wie der Wind oder die Strömung dich treiben lässt. Geht der Wind oder die Strömung vom Ufer weg beginnst du im Flachen an der Kante und lässt dich ins tiefere Wasser treiben und klopfst. Im See treibst du in der Regel nicht so schnell und das bedeutet nicht zu oft Klopfen. 1 bis 3 Schläge reichen und dann warten, ganz nach dem Motto weniger ist mehr. Hier für wirst du mit der Zeit ein Gefühl bekommen, wann und wie oft du Klopfen musst. Hast du die Fische in einer tiefe gefunden kannst du dich in der Regel dort aufhalten.

Tinu sitzt mit einem Wallerholz im Mund auf dem Boot und präsentiert einen massiven Wels in der Abenddämmerung.png

⁠⁠Am Fluss geh ich so vor das ich mir eine Ufer Seite auswähle und mich dann mit der Strömung an der Uferkannte abtreiben lasse. Je nach Geschwindigkeit kann hier etwas öfter geklopft werden, weil mehr Strecke gemacht wird als am See. Um die Richtung zu halten, reicht es mit dem Padel oder wen vorhanden mit dem E Motor zu korrigieren. Auch hier gilt 1 bis 3 Schläge und eine kurze Pause. Je nach Situation und Bedingungen kann es sein das sie besser auf mehr oder weniger Schläge reagieren, hier gilt immer wieder testen bis sie beissen.

Köderwahl

Bei der Köderwahl kommt es ganz auf die Bestimmungen am Gewässer an. Im optimal fall ist der Lebende Köderfisch meine erste Wahl, da er an den meisten Gewässer verboten ist nutze ich sehr häufig ein Wurm Bündel oder den Gummifisch. Egal mit was du angelst man fängt mit allen Ködern einmal mehr einmal weniger gut... Ich habe im Idealfall immer alles dabei und teste, was am besagten Tag am besten läuft...

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Echolot

Ein Echolot ist unabdingbar, weil ich sehen will, was unter dem Boot ist. Wo steht der Fisch wie tief ist er wo ist mein Köder. Hierzu kannst du ein normales 2 D Gerät benutzen es reicht völlig aus, um zu sehen, wo sich die Fische befinden.

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Fazit

Geh ans Wasser versuche dein eigenen Klopfstil zu finden. Das Klopfen ist eine reine Übungssache nur, wer am Wasser ist und die Zeit gut nutzt wird fangen. Mit wenig Takle ein paar Würmen und 2 bis 3 Stunden in der Abenddämmerung auf dem Wasser können wahre Sternstunden hervorbringen. Petri heil.

Ein wunderschöner, orangefarbener Sonnenuntergang spiegelt sich im Wasser, mit einer dunklen Landschaft am Horizont beim Welsangeln.png